Meiner Meinung kann uns erst ein Klimagesetz den entscheidenden Anstoß geben. Ein solches Gesetz bedeutet eine schrittweise Annäherung an eine Emissionsreduktion und legt verbindliche Jahresziele für die Senkung fest.
Das britische Parlament hat bereits ein Klimagesetz verabschiedet, und in vielen Ländern will man nun durch nationale Kampagnen die eigene Regierung dazu bewegen, diesem Beispiel zu folgen. Auch finnische Aktivisten forderten tausende Bürger dazu auf, ein Schreiben an ihre Abgeordneten zu richten, sie organisierten Podiumsdiskussionen, Aktionen und Demonstrationen, schrieben an Zeitungen und bauten Armeen aus Schneemännern als Protest gegen deren Aussterben.
Das Problem an der gegenwärtigen Politik ist, dass sich die Regierungen trotz ehrgeiziger langfristiger Ziele zurücklehnen, wenn es um deren Verwirklichung geht, und stattdessen darauf bauen, dass ihnen die Arbeit von bahnbrechenden Entdeckungen seitens der Wissenschaft und neuen Technologien abgenommen wird. Ein Klimagesetz würde die Regierungen zu einer erheblichen jährlichen Emissionsreduktion verpflichten, die sich in Finnland auf etwa 5 % belaufen würde. Jahresziele, regelmäßige Rechenschaftsberichte und Vier-Jahres-Etats für Kohle würden dafür sorgen, dass die Entwicklung vorangetrieben wird, bevor Fristabläufe zeitlich nicht mehr einzuhalten sind.
Je länger wir warten, umso schwieriger wird die Aufgabe. Die Technologien stehen zur Verfügung, aber den Unternehmen fehlen die Anreize für deren Einsatz. Durch ein Klimagesetz würde die öffentliche Politik berechenbar und den Unternehmen damit die Zuversicht gegeben, in klimafreundliche Technologien zu investieren.
In Finnland haben sich 58 von 200 Abgeordneten für ein Klimagesetz ausgesprochen. Fehlen noch 42, bis wir auf dem Weg zur Nachhaltigkeit sind.
Übersetzung: Christiane Wagler