Den besten Freund soll man bekanntlich so gut behandeln, wie sich selbst. Dass man mit dem besten Freund das Leben teilen soll, nehmen viele aber sehr buchstäblich. Sie teilen auch den Lifestyle und das vegetarisches Bio-Dinner. Und natürlich viel Quality Time: Bei Doga – können Mensch und Hund gemeinsam in Yoga-Übungen Spannung und Entspannung suchen. Beste Freunde können sich im Twin-Look für die Halloweenparty verkleiden. Oder zusammen ein Wellnesswochenende auf einer Burg verbringen, wo auch „der Liebling herrliche Entspannungsmassagen im eigenem Hundewellnessbereich“ bekommt. Die Bedürfnisse des Tiers werden ernst genommen: Bei ernsteren Wehwehchen helfen homeöpatische Tierpraxen, bei seelischen eine Therapiestunde. Auch das soziale Leben ist wichtig: Stadthunde.com, dem Facebook für Hunde, hat inzwischen fast 15 000 Mitglieder.
Die Beziehung mit dem Hund braucht viel Arbeit: Spezialisierte Hochglanzmagazine behandeln Themen wie „Können Sie 'nein' sagen? Wenn Hunde ihren Charme spielen lassen.“ Die Liebe des Hundes ist zwar unentgeltlich und bedingungslos, muss aber teuer bezahlt werden: Hundesteuer, Haftpflichtversicherung, Tierarztkosten, Futter... Kein Wunder, dass man die Wahl des besten Freundes sehr Ernst nimmt. In einem der unzähligen Test kann man raus finden, welche Rasse mit dem eigenen Charakter kompatibel ist. Und Bei doggleganger.com kann man nachgucken, welcher Hund optisch zu einem passt.
Ist der beste Freund gefunden, kann Hund und Mensch nichts mehr trennen. Außer: Einem neuen Gspusi mit Hundehaarallergie. Damit das nicht passiert, suchen überzeugte Hundebesitzer auf Datemydog.eu nach Liebe. Öfter aber einfach nach jemanden, mit dem sie über die Beziehung mit dem Haustier sprechen können.

Optisch ist die Autorin eher ein undefinierter Mischling. Charakterlich - laut einem Hundetest - ein Golden Retriever.


Tim Jungeblut, Hamburg
Julija Ogorodnikowa, Moskau
Swetlana Rybka, Kiew 