Die Bilder der Skyline ihrer neuen Heimatstadt hatten sie bisher ausschließlich im Fernsehen und Internet gesehen. Dennoch machten sie sich voller Begeisterung – und vielleicht auch mit ein wenig Kühnheit – allein auf in ein Land, das tausende Kilometer von ihrer Heimat entfernt ist: Nach China.
In Shanghai und Umgebung sollen sie sich im kommenden Jahr als eine neuen, festen Institution in der Landschaft der PASCH-Partnerschulen etablieren. Bald werden sie in verschiedene Lehranstalten gehen, um dort chinesische Schüler – natürlich ganz ohne Berührungsängste – zu unterrichten. Bald werden sie Klassenzimmer betreten und dort aktuelle Informationen über Deutschland an die Schüler weitergeben; bald an Lehrertischen sitzen und die neuesten pädagogischen Ideen anwenden können.
Sie sind weder Schüler noch Lehrer, doch tragen sie eine große Verantwortung im kulturellen Austausch zwischen Deutschland und China. Sie sind die jungen Freiwilligen der „Kulturweit“-Initiative.
Noch in Deutschland besuchten die sechs jungen Männer und Frauen bereits Kurse zu Themen wie interkulturelle Kommunikation, die chinesische Kultur und Sprache, etc. In China selbst nahmen sie dann zunächst an einem einwöchigen Auftaktworkshop teil, der von der Abteilung Kultur und Bildung, welche die Aufgaben eines Goethe-Instituts übernimmt, organisiert wurde. Hier standen unseren Freiwilligen einige Referenten und Pädagogik Experten zur Seite, die selbst schon viele Jahre in China gelebt und gelehrt haben. Gemeinsam erarbeiteten sie sich neue Erkenntnisse zu Themen wie einer Kurzabhandlung der chinesischen Kultur, der Gestaltung eines interaktiven Unterrichts oder Spiele im Klassenzimmer. Hier wurden den Freiwilligen auch die PASCH-Schulen, an denen sie bald lehren würden, ausführlich vorgestellt. Auch lernten sie die jeweiligen chinesischen Deutschlehrer kennen, die sie in Zukunft unterstützen sollten, und versuchten sich im Jinchuang-Sprechlernzentrum zum ersten Mal an Co-Teaching. Trotzdem fanden die jungen Leute aus Deutschland noch etwas Zeit, um einige Sehenswürdigkeiten ihres neuen Zuhauses zu besichtigen. So hatten sie die Möglichkeit, sich schnellstmöglich an das Leben in Shanghai, die chinesische Kultur und natürlich auch an das etwas andere Schulsystem zu gewöhnen.
Nach dieser Woche voller neuer Entdeckungen und Informationen sehen unsere Freiwilligen der vor ihnen liegenden Aufgabe gespannt und voller Freude entgegen. Sie werden auf diesem unbekannten Fleckchen Erde, in Shanghai und Umgebung, ihr Zeichen setzten, sie werden in die chinesische Kultur eintauchen und echte, grenzüberschreitende Freundschaften finden.
Auch die Schüler und Lehrer freuen sich bereits auf die Ankunft der deutschen Nachwuchslehrer, denn auch sie wollen eine exotische Kultur – die deutsche – kennenlernen.