Nachts verwandelt sich die ruinöse Gegend hinter meinem Haus in eine Partyzone ersten Ranges. Piazza Garrafello, Vucciria. Ein Bild vom Platz tagsüber befindet sich am Anfang meiner Einträge.
Wenn die Kreuzfahrtschiffe anlegen, sieht es aus, als ob Marzahn vor Anker geht. Und stinken tun die Kästen auch.
Dieses Bild habe ich mal den "europäischen Gedanken" genannt, weil der nämlich nicht für alle gilt. Das ist so eine Art Resumee aus meinen Nachforschungen in Palermo über das Thema Migration.
... ist fest in Touristenhand und ich fliehe auf den Berg, wo der Tempel der Diana steht und über das Meer guckt.
Bei der Postkarten-Aussicht über die Stadt, die Berge und das Meer bis zu den liparischen Inseln passiert mir dann allerdings das:
Am Bahnhof von Cefalù streiten sich drei ältere Herren über Politik, wahrscheinlich auch über die Regionalwahlen gestern. Ich verstehe nur die Worte "Germania", "pagare" und "Berlusconi" und hoffe, es bedeutet nicht das, was ich denke, dass es bedeutet:
Siracusa ist einfach zu schön um eine anständige Zeichnung hinzukriegen:
Allerdings habe ich die Gelegenheit in dem futuristischen Gebäude des Santuario della Madonna delle Lacrime eine Prozession zu sehen, vorbei an der kleinen Madonnenstatue, die 1953 drei Tage lang geweint hat, wobei man entweder betet oder ein Photo mit dem Iphone macht, durch die flugzeughangargrosse Kirche nach draussen:
Catania im Osten Siziliens ist schwarz, weil es hauptsächlich aus Lavastein nach einem verheerenden Ausbruch des nahen Etna 1669 und einem Erdbeben 1693 errichtet wurde.
Ist es nur, weil ich in einem fremden Land bin, oder warum würde ich die meisten Menschen auf den Strassen, ohne sie in die Maske zu schicken, für Historienfilme besetzen? Familie am Busbahnhof Catania, ideal für einen Film über Auswanderer in den 20er Jahren:
Der Etna ist mit Wolken verhangen und man kommt nur auf 2500m. Dort herrscht Windstärke 10 und Temperaturen unter 0 Grad. Zeichnen unter Extrem-Bedingungen. Zu sehen ist eh nicht viel:
Also wieder runter auf 2000m und ein paar Krater vom Ausbruch 2001 gemalt:
Wie sieht eine libanesische Comiczeichnerin Berlin? Und was fällt einem deutschen Comickünstler in Lissabon auf? Hier finden Sie die Impressionen des Comic-Transfers zwischen Belgien, Frankreich, Italien, dem Libanon, Portugal, Spanien und Deutschland. Ein Projekt der Goethe-Institute in Südwesteuropa.