In der Maloka: Yanomami setzen die Malereien fort.
In der Maloka: Yanomami arbeiten weiter an den Flöten.
15. August/ganzer Tag:
In der Maloka: Ganztätiges Meeting mit den Schamanen, die uns von ihren Begegnungen und Erlebnissen mit den Missionaren erzählen. Wichtig für Roland Quitt, um die Libretto-Inhalte von Tato Tabordas Teil zu kreieren, die mit den Missionaren zu tun haben. Wichtig für mich um die Gestik und Körpersprache der Yanomami zu studieren (sei es während ihrer Berichte aber genauso auch während der Rituale, um aus deren Gestik, Körpersprache und Mimik eine Art künstliche Repräsentation der Yanomami im Ausdruck der Sänger zu entwickeln. Aus allen diesen Gründen gibt es eine gewaltige Menge von Dokumentationsmaterial, das von Roland Quitt, mir und Leandro Lima aufgenommen wurde. Die Lebensgeschichten, die uns die Yanomami erzählten, waren sehr berührend und zeigten ihre großen Persönlichkeiten und ihre menschliche Großzügigkeit, als sie jeweils auf die Handlungen der Missionare zu sprechen kamen, die immer wieder mit jeder nur erdenklichen Art von Betrug und Ausbeutung bis hin zur Pädophilie zu tun hatten. Viele der heutigen Schamanen waren zusammen mit den Kindern der Missionare (=zweite Generation der Missionare) gemeinsam aufgewachsen, weswegen es keine Schwarzweißmalerei über die Weißen im Allgemeinen gab, aber sehr klare Worte über die von ihnen begangenen Verbrechen.
15. August/ganztägig:
Im Regenwald: Moritz Büchner macht sich auf, den „Hausberg“ hinter der Maloka zu besteigen um weitere Naturaufnahmen – inklusive von dem eindrucksvollen Basaltgestein und der hinreißenden Aussicht über den Regenwald zu machen.
15. August/nachmittags:
Im Schulhaus: Meeting und Diskussionen, die sich mit verschiedenen Aspekten der Projektentwicklung beschäftigen:
- Ist es nötig, eine massive materielle Repräsentation der Maloka im Vorstellungsraum zu haben, oder reicht eine Darstellung über Licht und die Bedeckung einer gewissen Fläche mit Granulatmaterial. (Quitt, Scheidl, Scheidl)
© Amazonas-Musiktheater/Hutukara Associação Yanomami


