Invisible
belonging

Intro

Städte sind Laboratorien des sozialen Wandels. In ihnen wird die Zuordnung zu einem Ort ständig neu verhandelt. Zugleich ist die Zugehörigkeit zu einer Stadt weniger starr und einfacher zu erwerben als eine nationale Identität. Diesen Vorteil können Städte nutzen, indem sie ein neues Wir befördern – gerade jetzt, da demografische Umwälzungen Europa auf die Probe stellen. Und Zagreb, schon Anfang des 16. Jahrhunderts als „Antemurale Christianitatis“ („Bollwerk der Christenheit“) bezeichnet, steht auch heute wieder in der ersten Reihe des europäischen Grenzregimes.

Unser Projekt möchte den Versuch unternehmen, die Erosion der Vorstellungen von Gemeinwohl und sozialem Handeln einerseits und die durch die Migration verursachten Probleme andererseits „performativ“ für die Idee einer neuen „Stadt-Bürgerschaft“ fruchtbar zu machen.

Invisible Belonging bietet sich als Plattform für Visionen zur „inklusiven urbanen Topografie” an, die sich dort neu definieren wird, wo das Lokale und das Globale einander berühren oder überlappen.

Blog

Take a look behind the scenes: in the LAB, the artists are developing their projects online. Your contributions and comments to the work in progress are welcome!

  • Zagreb opens exhibition with basketball match

    4 September 2017 14:57 by ACTOPOLIS

    Fotos © Ana Opalić Fotos © Ana OpalićFotos © Ana Opalić Fotos © Ana OpalićFotos © Ana Opalić Fotos © Ana Opalić Fotos © Ana Opalić Fotos © Ana Opalić Fotos © Ana Opalić
    A colorful, festive as well as sweaty programme characterized the exhibition opening at the Student Centre in Zagreb on June 8th 2017.

  • Zagreb Exhibition June 8-21

    9 June 2017 12:56 by ACTOPOLIS

    flyer actopolis zagreb exhibition
    From June 8 to June 21, the Zagreb edition of the ACTOPOLIS exhibition will provide a comprehensive presentation of the artistic and activist productions of last year's ACTOPOLIS programme in Zagreb and beyond. The entire programme of the exhibition can be found on Facebook event page.

  • Artıkişler (Özge Çelikaslan and Alper Şen) about their microresidency in Zagreb

    17 June 2016 19:20 by ACTOPOLIS

    Housing for migrants in the city of Kutina, Croatia © Özge Çelikaslan/Alper Şen
    “Our microresidency in Zagreb was connected with our multimedia research The Residual. Developed within Actopolis, the research project focuses on two aspects; it attempts to narrate the tragic story behind the traces left behind by the flows of migrants in various cities in Syria, Iraq, Turkey and countries of the Balkans. Secondly, it reflects a strong sense of excitement about the new commoning experiences in the cities which migrants have been passing through or already left.

  • INTERVIEW: Ana Dana Beroš about the project Invisible Belonging in Zagreb

    27 May 2016 10:09 by ACTOPOLIS

    In an interview with Kulturpunkt.hr Ana Dana Beroš spoke about the idea of belonging in the context of mass migration and her ACTOPOLIS project “Invisible Belonging”. Below an excerpt (to read the full article follow the link at the bottom of this entry).







  • TV interview with Ana Dana Beroš

    5 April 2016 18:36 by ACTOPOLIS

    Croatian TV channel Moj HRT invited curator Ana Dana Beroš to give an interview about ACTOPOLIS and her project “Invisible Belonging”. To watch the interview, follow this link and select April 3rd 2016 at the bottom right of the media player. The interview (in Croatian) starts at 00:06:55.

Teilnehmer

Ana Dana Beroš

Ana Dana Beroš

Actopolis-City: Zagreb

Die international tätige kroatische Architektin, Ausstellungsdesignerin, Journalistin und Kuratorin Ana Dana Beroš studierte an der Universität Zagreb Architektur.

Mitbegründerin der Non-Profit-Organisation ARCHIsquad, die sich für verantwortungsbewusste Architektur einsetzt und deren Bildungsprogramme „Out of Focus: Architecture of Giving” und „Urgent Architecture” für öffentlich zugängliche Architekturberatungszentren, sie koordiniert; 2009 von Jun Aoki mit dem Merit Award des japanischen Shinkenchiku-Wettbewerbs ausgezeichnet; Mitinitiatorin und Mitglied im Leitungsteam von THINK SPACE, einem Architekturwettbewerbsprogramm für Konzeptentwürfe, dessen Ausstellungsprojekt „Competitive Hypothesis” im Rahmen der Storefront for Art and Architecture in New York 2013 sie kuratierte; zahlreiche Ausstellungsdesigns, zuletzt in Zusammenarbeit mit dem Künstler Erik van der Weijde, zu sehen im Rahmen der Camera Austria, Graz, 2015; Redakteurin der kroatischen Architektur- und Kulturzeitschrift „ORIS“ (Interviews mit den Pritzkerpreisträgern Kazuyo Sejima von SAANA, Edouardo Souto de Moura und Peter Zumthor). Ana Dana Beroš wurde im Rahmen des Wettbewerbs um den Wheelwright Prize der Harvard University Graduate School of Design 2014 als Nachwuchsarchitektin ausgezeichnet. Das von ihr kuratierte Forschungsprojekt „Intermundia” wurde bei der von Rem Koolhaas gleiteten 14th International Architecture Exhibition „Fundamentals” mit einer besonderen Erwähnung geehrt. Seit kurzem ist Beroš für die kroatische Radio-Sendereihe „Reality of Space” („Stvarnost prostora“) zu politischen und gestalterischen Fragen des Raums, für die sie Interviews mit international bekannten Architekten, Architekturtheoretikern und -kritikern beisteuert, tätig.
LIGHTUNE.G

LIGHTUNE.G

Actopolis-City: Zagreb

Bojan Gagić arbeitet international im Bereich Sound Art und Field Recordings. Neben seiner Tätigkeit als technischer Direktor bei Theater-, Film- und Musikfestivals (Eurokaz, Dance Week Festival, Zagreb Film Festival, Queer Festival, World Theatre Festival) veröffentlicht Gagić in Literaturzeitschriften Gedichte. Teil seiner Arbeit ist auch die Musikproduktion für experimentelle Kurzfilme sowie Licht- und Sound-Design für zahlreiche Theaterstücke. Gagić hat vier Experimentalkurzfilme gedreht: ties/structures/ambients (Sammlung der Kunstakademie Cravatica), Richter’s View — (Sammlung Museum für zeitgenössische Kunst, Zagreb), Poet in New York und Dissection. Er ist Mitbegründer von Sinelinea, einer in Zagreb angesiedelten Plattform für innovative Klangausdrucksformen. 2011 begann Bojan Gagić zusammen mit dem Toningenieur Miodrag Gladović die Arbeit an „LIGHTUNE.G“, einem multimedialen Licht- und Klangprojekt. Der Titel rührt von ersten gemeinsamen Versuch der beiden Inititiatoren, die Lichtimpulse von Bühnenscheinwerfern in Klang zu überführen: LIGHT / LIGHT + MELODY / TUNE + TONE G/50Hz. Unter der Bezeichnung „Luminoacoustics“ gewannen sie mit der selbst entwickelten neuartigen Technik von LIGHTUNE.G den Dritten Preis bei der Guthman New Musical Instrument Competition 2012 in Atlanta.

Miodrag Gladović ist Toningenieur, Musiker, Musikproduzent und Multimediakünstler. Als Musiker ist Gladović stark in der Untergrundszene engagiert. Der Grundidee des Do-it-yourself verpflichtet, hat Gladović das Independent-Label Moonlee Records gegründet. Seit 2010 arbeitet Gladović verstärkt im Bereich experimentelle und improvisierte Musik und Multimediakunst. Mit seinem audiovisuellen Soloprojekt „Packmess GP“ (Grains & Particles) erkundet er regelmäßig neue musikalische Ausdrucksformen.

2011 begann Gagić zusammen mit Gladović die Arbeit an „LIGHTUNE.G“, einem multimedialen Licht- und Klangprojekt. Der Titel rührt von ersten gemeinsamen Versuch der beiden Inititiatoren, die Lichtimpulse von Bühnenscheinwerfern in Klang zu überführen: LIGHT / LIGHT + MELODY / TUNE + TONE G/50Hz. Unter der Bezeichnung „Luminoacoustics“ gewannen sie mit der selbst entwickelten neuartigen Technik von LIGHTUNE.G den Dritten Preis bei der Guthman New Musical Instrument Competition 2012 in Atlanta.
© Nikola Bojić
Nikola Bojić

Nikola Bojić

© Nikola Bojić
Actopolis-City: Zagreb

Nikola Bojić hat sein Studium an der Universität Zageb mit einem Master in Kunstgeschichte und Museumskunde abgeschlossen und an der Universität von Havard einen Masterstudiengang in Design Studies absolviert.

Im Mittelpunkt von Bojićs theoretischem Interesse und seiner gestalterischen Arbeit steht die narrative Dimension des Raums. Seine umgebungs- oder ortsbzeogenen Arbeiten greifen dabei oft in die politische und gesellschaftliche Dimension des Raums ein, untersuchen und stören die Grenzlinien zwischen öffentlichem und privatem Bereich. So hat Bojić als Art Director und Bühnenbildner an einem algerischen Theaterprojekt zum Thema illegale Einwanderung über das Mittelmeer mitgewirkt und in China eine Landschaftsinstallation zur Erinnerung an die Menschen, deren Dörfer dem Projekt der Großstadtentwicklung weichen mussten, entworfen. Während seines Aufenthaltes in Harvard entstand das Experimentalbuch Excavations, in dem der Autor versucht, den Akt des Lesens in räumliche Erfahrung zu übersetzen.
Neben seiner Arbeit als Public-Art-Künstler und -Designer hält Bojić weltweit Vorträge auf Tagungen und Designfestivals. Zurzeit redigiert er die Zeitschrift für zeitgenössische Kunst „Life of Art“, herausgegeben vom Kunsthistorischen Institut in Zagreb.
Saša Šimpraga

Saša Šimpraga

Actopolis-City: Zagreb

Saša Šimpraga ist ein Zagreber Raum-Analyst, Publizist und Aktivist und Autor von Zagreb, Public Space. 2012 gründete er 1POSTOZAGRAD (1 Prozent für die Stadt), eine Plattform für freiwilliges Engagement im urbanen Umfeld. Er hat mehrere Projekte mit initiiert und mit gestaltet, darunter: DOTRSCINA ein Projekt zur alternativen Erinnerungskultur; MOTEL TOGIR, das sich mit dem Erbe der Moderne auseinandersetzt; ARS PUBLICAE zur Kunst im öffentlichen Raum sowie 50 POEMS FOR SNOW, ein Lyrikfestival, das an verschiedenen Orten weltweit zum ersten Schneefall veranstaltet wird. Darüber hinaus zeichnet Saša Šimpraga für eine Reihe von künstlerischen Interventionen verantwortlich.
© Nikola Predović
Selma Banich

Selma Banich

© Nikola Predović
Actopolis-City: Zagreb

Die Performancekünstlerin Selma Banich lebt und arbeitet in Zagreb. Sie tritt sowohl individuell als auch im Zusammenwirken mit anderen Künstlern, Gruppen und Initiativen in Erscheinung und arbeitet mit Tanz, Performance und Aktionen im öffentlichen Raum, jeweils sowohl auf der Bühne wie in filmischer Form. Gleichzeitig engagiert sie sich im Bereich freier Bildungsformen und praxisbezogener Wissensarbeit. In ihren Performances und Aktionen ist ihr Ethik wichtiger als Ästhetik, Empathie wichtiger als Utopie, Kunst zu machen wichtiger als Politik, Natur wichtiger als Gesellschaft. Ziel ihres künstlerischen Engagements ist es, den Wissens-, Kreativitäts- und Partizipationskontext zukünftiger Arbeitswelten zu erweitern.

Selma Banich ist Mitbegründerin und Programmleiterin von „ekscena“, einer preisgekrönten Plattform für Bildung und Wissen in den performativen Künsten; sie arbeitet als Autorin, künstlerische Mitarbeiterin und Performerin bei der Zagreber Gruppe OOUR und der Theatergruppe TRAFIK in Rijeka (Mitglied im First International Institute for Disaster and Chaos) mit und tritt als Gast bei der Performancegruppe Every House Has A Door in Chicago auf. Jenseits der Bühne führt sie ein einfaches Leben, liebt die Natur, die Menschheit und das Web 2.0.
Tonka Maleković

Tonka Maleković

Actopolis-City: Zagreb

Tonka Maleković ist Absolventin der Kunstakademie Zagreb (2006). Seit 2003 hat sie an zahlreichen Ausstellungen in Kroatien und im Ausland teilgenommen und mehrere Kunstprojekte im öffentlichen Raum realisiert. Sie ist Mitbegründerin von Loose Associations / Gesellschaft für zeitgenössische Kunstformen und Mitglied von PUNKT / Plattform für kulturelle Ermächtigung. 2012 gründete sie LiberSPACE, eine Freiluftgalerie für temporäre Interventionen. Maleković gehört auch zum Kuratorenteam von „City at the Second Glance / PUNKT“, einem Ausstellungs- und Bildungsprojekt mit wechselnden Stationen.

Ausgangspunkt von Tonka Malekovićs Arbeiten ist die unmittelbare Umgebung, das tägliche Leben. Sie spürt die Potenziale auf, die sich aus dem Widerstreit zwischen den von unserer physischen und sozialen Umgebung vorgegebenen Schablonen und unkontrolliert ablaufenden organischen Vorgängen mit ihren spontan entstehenden Mustern ergeben. Ein besonderes Interesse der kroatischen Künstlerin gilt der Stadt und dem öffentlichen Raum, einer „Anthropologie der Stadt“ und dem Verhältnis von Stadt und Land. Sie arbeitet mit verschiedenen Medien; bei ihren oft auf Mitwirkung zielenden Projekten und zeitlich begrenzten Interventionen benutzt sie Fundmaterial oder bezieht den Menschen symbolisch in die vorgegebene Ortssituation mit ein.