Communities
of care

Intro

Communities of care – Gemeinschaften der Fürsorge ist ein experimenteller Workshop, konzipiert für Gemeinschaften in Nachbarschaften. Er dient der Erfindung, der Anwendung und dem Teilen von Werkzeugen für den täglichen Gebrauch – und zwar in Verbindung mit der Überwindung konkreter systemimmanenter Hindernisse (rechtlicher Status und Migration, Familienstand, Arbeitsbedingungen, systemische Gewalt durch Bürokratie, Gesetzgebung und die Begriffe Staat und Nation, Institutionalisierung von Rechten usw.). Um die Grenzen des Gegebenen zu sprengen, müssen wir über das derzeit Vorstellbare bzw. rechtlich Zulässige hinausgehen. Mit anderen Worten, wir werden dazu aufgefordert, unsere politische Fantasie über die von Gehorsam festgelegten Grenzen hinaus zu entwickeln.
Im Rahmen von Communities of care sollen Einwohner von Folnegovićevo naselje in Zagreb eingeladen werden, eine Intervention in ihrer Nachbarschaft zu konzipieren – einen Raum des Austauschs, der als temporäre autonome Zone organisiert sein wird. Einwohner und andere Mitglieder der Gemeinschaft werden aufgefordert, zu diesem neu eingerichteten autonomen Raum als Gleiche unter Gleichen einen Beitrag zu leisten, und zwar durch Ausstellen, Teilen und Tauschen von „Gegenständen der Solidarität“.

Blog

Take a look behind the scenes: in the LAB, the artists are developing their projects online. Your contributions and comments to the work in progress are welcome!

  • Zagreb opens exhibition with basketball match

    4 September 2017 14:57 by ACTOPOLIS

    Fotos © Ana Opalić Fotos © Ana OpalićFotos © Ana Opalić Fotos © Ana OpalićFotos © Ana Opalić Fotos © Ana Opalić Fotos © Ana Opalić Fotos © Ana Opalić Fotos © Ana Opalić
    A colorful, festive as well as sweaty programme characterized the exhibition opening at the Student Centre in Zagreb on June 8th 2017.

  • Noa Treister and Vahida Ramujkić about their microresidency in Zagreb

    9 June 2016 15:06 by ACTOPOLIS

    Our short visit to Zagreb took place as part of the «Communities of Care« project workshop led by the artist Selma Banich and together with Marija Borovičkić, Mila Čuljak, Ivana Rončević and Ana Vilenica. The intervention occurred in the to us unknown city district of Folnegović. This presented an opportunity for us to become acquainted, from the croatian perspective with today’s housing difficulty which developed during the discontinuity of the socialist model of society and housing policy, also well known in Serbia.

  • Mobile research camper set up in Zagreb's Folka neighbourhood for Communities of Care project

    11 May 2016 18:43 by ACTOPOLIS

    Communities of Care Group
    Artists and cultural workers Selma Banich, Marija Borovičkić, Mila Čuljak, Ivana Rončević and Ana Vilenica started with the research phase of the Communities of Care workshop project in Zagreb's Folka neighbourhood.

Teilnehmer

Ana Dana Beroš

Ana Dana Beroš

Actopolis-City: Zagreb

Die international tätige kroatische Architektin, Ausstellungsdesignerin, Journalistin und Kuratorin Ana Dana Beroš studierte an der Universität Zagreb Architektur.

Mitbegründerin der Non-Profit-Organisation ARCHIsquad, die sich für verantwortungsbewusste Architektur einsetzt und deren Bildungsprogramme „Out of Focus: Architecture of Giving” und „Urgent Architecture” für öffentlich zugängliche Architekturberatungszentren, sie koordiniert; 2009 von Jun Aoki mit dem Merit Award des japanischen Shinkenchiku-Wettbewerbs ausgezeichnet; Mitinitiatorin und Mitglied im Leitungsteam von THINK SPACE, einem Architekturwettbewerbsprogramm für Konzeptentwürfe, dessen Ausstellungsprojekt „Competitive Hypothesis” im Rahmen der Storefront for Art and Architecture in New York 2013 sie kuratierte; zahlreiche Ausstellungsdesigns, zuletzt in Zusammenarbeit mit dem Künstler Erik van der Weijde, zu sehen im Rahmen der Camera Austria, Graz, 2015; Redakteurin der kroatischen Architektur- und Kulturzeitschrift „ORIS“ (Interviews mit den Pritzkerpreisträgern Kazuyo Sejima von SAANA, Edouardo Souto de Moura und Peter Zumthor). Ana Dana Beroš wurde im Rahmen des Wettbewerbs um den Wheelwright Prize der Harvard University Graduate School of Design 2014 als Nachwuchsarchitektin ausgezeichnet. Das von ihr kuratierte Forschungsprojekt „Intermundia” wurde bei der von Rem Koolhaas gleiteten 14th International Architecture Exhibition „Fundamentals” mit einer besonderen Erwähnung geehrt. Seit kurzem ist Beroš für die kroatische Radio-Sendereihe „Reality of Space” („Stvarnost prostora“) zu politischen und gestalterischen Fragen des Raums, für die sie Interviews mit international bekannten Architekten, Architekturtheoretikern und -kritikern beisteuert, tätig.
© Nikola Predović
Selma Banich

Selma Banich

© Nikola Predović
Actopolis-City: Zagreb

Die Performancekünstlerin Selma Banich lebt und arbeitet in Zagreb. Sie tritt sowohl individuell als auch im Zusammenwirken mit anderen Künstlern, Gruppen und Initiativen in Erscheinung und arbeitet mit Tanz, Performance und Aktionen im öffentlichen Raum, jeweils sowohl auf der Bühne wie in filmischer Form. Gleichzeitig engagiert sie sich im Bereich freier Bildungsformen und praxisbezogener Wissensarbeit. In ihren Performances und Aktionen ist ihr Ethik wichtiger als Ästhetik, Empathie wichtiger als Utopie, Kunst zu machen wichtiger als Politik, Natur wichtiger als Gesellschaft. Ziel ihres künstlerischen Engagements ist es, den Wissens-, Kreativitäts- und Partizipationskontext zukünftiger Arbeitswelten zu erweitern.

Selma Banich ist Mitbegründerin und Programmleiterin von „ekscena“, einer preisgekrönten Plattform für Bildung und Wissen in den performativen Künsten; sie arbeitet als Autorin, künstlerische Mitarbeiterin und Performerin bei der Zagreber Gruppe OOUR und der Theatergruppe TRAFIK in Rijeka (Mitglied im First International Institute for Disaster and Chaos) mit und tritt als Gast bei der Performancegruppe Every House Has A Door in Chicago auf. Jenseits der Bühne führt sie ein einfaches Leben, liebt die Natur, die Menschheit und das Web .